Mit Respekt nehmen wir zur Kenntnis, dass Kristina Becker erneut zur Bürgermeisterkandidatin der CSU für die Kommunalwahl 2026 nominiert wurde. Es ist richtig und wichtig, Erreichtes zu bilanzieren – dabei sollte jedoch auch der zeitliche und inhaltliche Ursprung mancher Projekte korrekt benannt werden.
In der Berichterstattung zur Nominierungsversammlung werden der amtierenden Bürgermeisterin zahlreiche Projekte als Erfolge ihrer Amtszeit zugeschrieben, die jedoch maßgeblich in der vorhergehenden Amtszeit von Bürgermeister Werner Baum (SPD) umgesetzt, begonnen, geplant oder auf den Weg gebracht wurden. Dazu zählen insbesondere:
• die Generalsanierung der Altmühltherme, deren Eröffnung im Frühjahr 2020 coronabedingt verschoben werden musste,
• die Erweiterung von drei Kinderkrippen sowie das Baugebiet „Im Winkel“,
• Maßnahmen wie das Trennsystem in Auernheim und die Sanierung der Rappenbergstraße, die bereits in der mittelfristigen Finanzplanung verankert waren.
Auch das sogenannte „neue“ Stadtentwicklungskonzept ist keine eigenständige Neuentwicklung, sondern eine Fortschreibung des umfassenden ISEK-Konzepts von 2012.
Wir begrüßen ausdrücklich die gute Zusammenarbeit in Stadtrat und Verwaltung. Dabei möchten wir betonen, dass die SPD/JGB Fraktion in den vergangenen Jahren stets konstruktiv mitgearbeitet hat. Anders als in früheren Jahren, in denen andere Fraktionen teils auf Fundamentalopposition setzten, haben wir auch schwierige Haushaltsentscheidungen, insbesondere das Haushaltskonsolidierungskonzept, mitgetragen und notwendige Investitionen unterstützt – im Sinne der Stadt.
Umso wichtiger ist uns eine sachliche und faire Darstellung kommunalpolitischer Entwicklungen. Auch kritische Fragen dürfen erlaubt sein – etwa zur langen Verzögerung bei der Freilufthalle oder zur verschleppten Stabilisierung des Stromnetzes durch ein Umspannwerk.
Wir setzen uns weiterhin für eine offene, ehrliche und sachorientierte Kommunalpolitik ein. Im Interesse Treuchtlingens wünschen wir uns eine Diskussion, die auf Fakten basiert und allen Beteiligten gerecht wird.
Für die SPD/JGB-Fraktion im Stadtrat Treuchtlingen Sebastian Hartl